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NAA

Neutronenautoradiographie (NAA)

Die Neutronenautoradiographie kommt ohne Probenentnahme aus und gibt ein Abbild der ganzen Bildfläche wieder. Die zu untersuchenden Gemälde werden mit Neutronen bestrahlt, dabei treten die Atomkerne der chemischen Elemente, aus denen die Farbpigmente bestehen, mit den Neutronen in Wechselwirkung. Als Folge werden Neutronen in einen Atomkern der Farbpigmente eingebaut. Dieser wird radioaktiv, zerfällt und sendet dabei Strahlung aus. Auf einem Röntgenfilm wird die Strahlung aufgefangen, wobei sie die typische Schwärzung des Films verursacht. Je nach im Farbpigment enthaltenem chemischen Element ist die Halbwertszeit des radioaktiven Zerfalls verschieden. Dadurch werden die Farbschichten auf einer Serie von nacheinander aufgelegten Filmen sichtbar.

(Andrea Denker, Nikolay Kardjilov, Ulrich Schade)