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Röntgenfluoreszenzanalyse

Röntgenfluoreszenzanalyse

Bei der Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) wird die elementare Zusammensetzung anorganischer Verbindungen bestimmt. Es handelt sich um ein Verfahren, bei dem die Probe Röntgenstrahlung ausgesetzt wird. Die Strahlung tritt in Wechselwirkung mit der Materie, die angeregten Atome senden nun ihrerseits charakteristische Strahlung aus. Mit einem geeigneten Detektor wird die Röntgenfluoreszenz detektiert und man erhält Informationen über die Elementzusammensetzung. Die Energie der emittierten Röntgenstrahlung ist charakteristisch für ein bestimmtes chemisches Element, die Signalintensität erlaubt Rückschlüsse auf die vorhandene Menge. Die Analyse organischer Materialien ist mit diesem Verfahren nicht oder nur sehr bedingt möglich.

(Oliver Hahn)

Es sind wellenlängendispersive und energiedispersive RFA zu unterscheiden (WD-RFA bzw. ED-RFA). Erstere bietet für den Elementbereich von Natrium bis Uran die Möglichkeit präziser Analysen von präparierten Proben bis in den ppm-Bereich. Bei Letzterer sind vor allem bei portablen (oder handgehaltenen) Spektrometern (pRFA oder p-ED-RFA) Abstriche bei der Genauigkeit vor allem bei den leichten Elementen zu machen (Natrium ist i.a. nicht bestimmbar). Bei der Anwendung der pRFA zur zerstörungsfreien Analyse von Keramik sind gegenüber klassischen Analyseverfahren repräsentativer Pulverproben die möglichen wesentlich größeren Fehler zu beachten.

(Gerwulf Schneider)

Auch: µ-RFA, 3D-µ-RFA